Lichtstreifen

Bilderbuch, Spliff

Die Idee zu den Bildern kam mir beim Experimentieren, mit einer Taschenlampe und dem neuen ND-Filter. Das Lichtmalen wollte ich immer schon einmal ausprobieren und ein Freitag Nachmittag ohne andere Pläne erschien mir da geeignet. Zuerst habe ich bloß versucht geometrische Formen nachzubilden und etwas herumgealbert.

Die Konzeptidee, für eine Bildserie, entstand erst im laufe des Nachmittages. Ich hatte mir Musik angemacht und festgestellt, dass ich mich unweigerlich zum Rhythmus bewege. Die Bilder fingen an sich zu unterscheiden und ich fragte mich, ob die Bilder die Musik visualisieren können? Am Ende sind Fotos entstanden, die meine aktuelle Stimmung zu den jeweiligen Liedern widerspiegeln. Jedes dieser Fotos würde an jedem anderen Tag etwas anders aussehen.

Mein Dank gilt auch meinen Freunden und meiner Familie, die meinem Aufruf nach Liedvorschlägen gefolgt sind, ohne dass sie wussten was ich damit vor hatte.

Umgesetzt habe ich die Fotos mit einer LED-Taschenlampe und der Spiegelreflexkamera auf dem Stativ. Verwendet wurde ein ND-Filter 3.0 (1000x). Ausgelöst wurden die Fotos per Funkauslöser im Bulb-Modus, um unterschiedlich lange Belichtungszeiten zu realisieren. So entstanden Belichtungszeiten zwischen 30 sec. und 100 sec. Alle Fotos wurden mit dem EF 24-70 f/4 L IS USM bei 24mm mit Blende 8 und ISO 50 gemacht. Der Abstand der Taschenlampe vom Objektiv variiert zwischen 0,0 m und 3,0 m.

Durch die Nutzung des ND-Filters war es möglich die Aufnahmen bei Tageslicht zu machen. Um kraftvolle Lichtstreifen zu erhalten war es jedoch notwendig direkt in das Objektiv zu leuchten. Das erforderte etwas Übung. Durch gezieltes verschwenken der Taschenlampe konnten dann aber auch unterschiedlich dicke Streifen erzeugt werden. Der Überwiegende Anteil der Bildgestaltung geht aber auf die impulsive Bewegung zur Musik zurück, gezielte Formen sind dabei nicht entstanden, auch wenn ich z.B. im Bild zu „In Extreme – Raue See“ meine ein Schiff in Wellen erkennen zu können.

 

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5 Gedanken zu “Lichtstreifen

  1. Tolle Bilder, hast Du die Bilder in der Reihenfolge gemacht, wie Du sie hier veröffentllicht hast? Ich meine eine Entwicklung zu sehen. Diese Methode bietet viele Möglichkeiten. Da ist viel Fantasie gefragt. Mir gefällt die Raue See sehr gut. Danke, dass Du uns die Bilder gezeigt hast.
    Veronika

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  2. Hallo Chris,

    in „Soft Kitty “ kann man eine Person erkennen, die auf einem Bein hockt und Arme und ein Bein hoch hält.

    Ludovico Einaudi könnte auch eine große Stechmücke sein.

    Tolles Projekt und tolle Idee!

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